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Sonntag, 21. Juni 2009

Allesdurchdringung∗
Hommage für Heinz Breloh

Ausstellung im ›Haus für die Kunst‹
21. Juni bis 23. August 2009

Fr, Sa, So nur nach Vereinbarung unter T 02681/3996 oder T 02686/1622

Der diesjährige jour fixe steht ganz im Zeichen der Kunst von Heinz Breloh. Im ›Haus für die Kunst‹ eröffnet eine umfangreiche Ausstellung, die den Schlusspunkt unter die erste große posthume Ausstellungsfolge zu Heinz Breloh setzt. Im Gegensatz zu den bisherigen Stationen wird die Ausstellung ›im Tal‹ weniger den Charakter einer Retrospektive haben, sondern sich vielmehr auf die Inszenierung einer künstlerischen Haltung konzentrieren. Der Titel ›Allesdurchdringung‹ steht dabei für die von Heinz Breloh immer wieder formulierte Sehnsucht nach einem Distanzverlust zwischen Bildhauer und Plastik, zwischen Plastik und Betrachter. "Das ist eigentlich der Wunsch, dass die Plastik einem so nahe kommt, wie ein Mensch, wie sagen wir mal Sex, dieses ganz Nahe. Das ist eigentlich so eine Vorstellung, dass die Plastik ein Gegenüber ist, wie es enger nicht vorstellbar ist. Die Arbeit ist dann fertig, wenn zwischen der Plastik und mir keine Distanz mehr ist." (Heinz Breloh) Entscheidend für die ganz genuine Qualität seines plastischen Gestaltens aber ist die Offenheit, die in aller Unmittelbarkeit immer erhalten bleibt. Penetranz und Diskretion treffen hier zusammen. Die Plastiken bieten dem Betrachter keine Körperbilder, schon gar keine Abbilder, sie sind Ergebnisse einer Bewegung des Körpers, sind Körperspuren im Raum. Auch acht Jahre nach seinem Tod stehen seine ›Lebensgrößen‹, seine glasierten Tonarbeiten wie sein Gesamtwerk für einen unerhörten Grad an konzeptueller Präzsion, spielerischer und – vor allem – gestalterischer Freiheit.

Neben der Ausstellung im ›Haus für die Kunst‹ werden die beiden permanent ›im Tal‹ befindlichen Arbeiten ›Der Bildhauer in der Mittagsonne‹ und ›Der Bildhauer im Fluss‹ durch weitere Außenraumarbeiten im ›Garten für Ulla‹ ergänzt. Am Nachmittag leiten drei kurze Statements von Wolfgang Fetz (Kurator, u.a. verantwortlich für ›Magazin4-Bregenzer Kunstverein‹ und das Tanzfestival ›Bregenzer Frühling‹), Uwe Gellner (Kurator/Kunstmuseum Unser Lieben Frauen, Magdeburg) und Manfred Schneckenburger (Kunsthistoriker und Kurator / u.a. zweimaliger documenta-Leiter) den ›jour fixe‹ ein, die unterschiedliche Perspektiven auf das Werk von Heinz Breloh werfen, um diese dann auf einem Podium mit dem Publikum zu diskutieren. Der Schweizer Autor Christian Uetz wird über den Tag verteilt im ›Haus für die Kunst‹ wie auch an den Außenstandorten mit kurzen Sprechakten (›nacktwerden und sterben‹) intervenieren. Den Abschluss setzt dann eine b-boying-Performance von aiR_Dit und Mario (TNT-Crew).

Jörg van den Berg

∗Der Titel entstammt dem Buch: ›Allesdurchdringung. Texte, Essays, Gespräche über den Tanz‹. Berlin (Merve Verlag) 2008



Programm Sonntag, 21. Juni 2009

14 Uhr | Sprechakt
Christian Uetz: nacktwerden und sterben (I)

14.15 Uhr | Einführung
Jörg van den Berg

14.30 Uhr | Kurzstatements zu Heinz Breloh
Manfred Schneckenburger, Uwe Gellner, Wolfgang Fetz

15.30 Uhr | Podium
mit Wolfgang Fetz, Uwe Gellner, Manfred Schneckenburger und Erwin Wortelkamp; Moderation: Jörg van den Berg

16.30 Uhr | Kaffee und Kuchen
Hofladen Ulla Meutsch, Hasselbach

16.45 Uhr | Eröffnung der Abendveranstaltung
Ariane Fellbach-Stein & Ulla Wortelkamp

17.00 Uhr | Ausstellungseröffnung und Talgang
mit Jörg van den Berg, Tilo Schulz, Christian Uetz und Erwin Wortelkamp

19.00 Uhr | Sprechakt
Christian Uetz: nacktwerden und sterben (III)

19.15 Uhr | b-boying
›aiR_Dit‹ alias Ardit Gika (TNT-CREW)

20.00 Uhr | Wild, Wein und mehr
Das Quartett ›Spieltrieb‹ (Lydia Kroeker, Tim Zimmermann, Philipp Ullrich, Lukas Ullrich ) interpretiert geschmack- und liebevoll eine Auswahl populärer Songs der letzten Jahrzehnte.

P. Service Schuhmacher, Leuzbach mit Wildspezialitäten aus der Wildkammer von Schloss Schönstein.
Weine: Weingut Knipser, Laumersheim/Pfalz und Weingut Georg Naegele, Hambach/Weinstraße.

+/- 21.00 Uhr | Sonnenuntergang
Michael Deiml: Sonne – Licht – Mensch 1984/89

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