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jour fixe 2011
Samstag, den 25. Juni 2011


25 Jahre ›im Tal‹

Das ›Tal‹ ist anders. Es geht hier seit nunmehr 25 Jahren um das Wirkliche und mehr noch um das, was möglich ist und wäre. Mittlerweile mehr als 40 Künstler, Landschaftsarchitekten, Bildhauer, Schriftsteller, Musiker und Forscher anderer Disziplinen haben sich daran beteiligt, den Landschaftsraum ›im Tal‹ zwischen Hasselbach und Werkhausen zu gestalten. Es geht um Eigenes, und vielleicht mehr noch um Fremdes; sicherlich zuerst um Kunst, doch genauso auch um diesen Ort und seine Gestalt. Das ›Tal‹ ist ortsspezifisch und gewinnt gerade dadurch Modellcharakter. Es begreift sich als ein privater öffentlicher Raum, ein öffentlicher Raum, der zu allererst durch die Kunst gebildet wurde. Die Kunst gestaltet diesen Ort über die Kunst hinaus. Initiiert und betrieben wird die Anlage vom Bildhauer Erwin Wortelkamp. Einen möglichen Ort für heutige Kunst zu konstituieren nennt er als einen Antrieb, das Vorhaben ›im Tal‹ anzugehen. Das ›Tal‹ wurde von Wortelkamp seit 1986 im ständigen Dialog mit wechselnden Beteiligten gemeinsam entwickelt.

Der Kontext ›im Tal‹ wirkt wie eine große, offene Skulptur für Kommunikation. Hier ereignen sich Kooperationen und Dialoge im Modus der Fremdstimmigkeit. An keiner Stelle wird ein Überblick über das Ganze ermöglicht, so dass der Besucher zum ständigen Akteur werden muss, will er sich die Vielschichtigkeit der Anlage ergehen. Die Kunst prägt als integraler Bestandteil eine Landschaftsgestalt, zeigt sich ›im Tal‹ nicht als Abbild oder Darstellung, zieht sich nicht – wie so oft im öffentlichen Raum – in den Kommentar zurück: Kunst gestaltet hier Wirklichkeit, ohne die Grenzen zu verwischen. Ganz im Gegenteil scheint die Inszenierung ›im Tal‹ die ästhetische Grenze deutlich zu betonen. Es zeigt sich geradezu die Lust an der Differenz.

Dass eine private Initiative wie das ›Tal‹ über 25 Jahre hinweg immer lebendiger und aktueller werden konnte, ist ein besonderer Anlass zu feiern. Feiern Sie mit! Wir freuen uns auf Ihr Kommen!


Programm
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Der Morgen

im Zelt | 11.00 - 12.30

Auftakt zum Jubiläum

KrausFrink Percussion (I)
Victor Kraus (*1982, Ettelbrück, Luxemburg) und Martin Frink (*1982, Koblenz) gründeten 2006 KrausFrink Percussion und haben seitdem durch viele außergewöhnliche Konzertereignisse auf sich aufmerksam gemacht. Neben den ,klassischen' konzertanten Formen suchen die beiden immer wieder die Schnittstellen zu anderen Künsten wie Film, Theater oder bildender Kunst.

Begrüßung
Ulla und Erwin Wortelkamp

Grußworte
Doris Ahnen
(Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz)
Michael Lieber
(Landrat des Kreises Altenkirchen)
Heijo Höfer
(Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen, Vorsitzender des Fördervereins ›im Tal‹)

KrausFrink Percussion (II)

Rede zum Jubiläum
Über Formen – 25 Jahre im Tal. Jörg van den Berg
(Direktor der Kunsthalle Ravensburg/Columbus Art Foundation und Kurator der ›im Tal – Stiftung Wortelkamp‹)

Seit fast zwanzig Jahren begleitet Jörg van den Berg in unterschiedlichen Rollen und Funktionen das ›Tal‹. Die Rede zum Jubiläum unternimmt einen Rückblick, der sich zum Ausblick weitet und auf die sich ›im Tal‹ verbindenden Formen künstlerischer Praxis, theoretischer Reflexion und politischen Handelns schaut. Über die Betrachtung und Markierung der ?im Tal? zusammenfindenen Formen definiert sich die Anlage als ein Genuss-, vor allem aber als ein einzigartiger Lernort.


im Garten | 12.30 - 13.30

Mittagspause

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Der Mittag

im Tal | 13.30 - 16.45

Talgang

Frank Bölter – offene Anlage (I)
Frank Bölter (*1969, Lippstadt) macht politische Kunst. Dabei stehen nicht ,fertige' Kunstwerke im Fokus seines Tuns, sondern Prozesse. Bölter kreiert Formen – skulpturale, kommunikative, partizipatorische. Für den Zuschauer sind sie manchmal empörend, meistens aber vergnüglich, denn ihnen ist vielfach etwas Eulenspiegelhaftes eigen.

Bernhard Bretz/Matthias Holliger – offene Anlage (II)
In den assoziativ versponnenen Installationen von Bernhard Bretz (*1980 in Mediasch/Transsilvanien) und Matthias Holliger (*1974 in Basel) öffnen sich mikro- und/oder makrokosmische Erfahrungszonen ganz eigener Dimension, die alltägliche Funktionen eigenwillig brechen.

Neben den Skulpturen auf den offenen Anlagen wird der Talgang zu einer Lesung von Ulrike Almut Sandig, einer Musikperformance von KrausFrink Percussion und einer Tanzperformance von Anna Huber führen, die an drei verschiedenen Orten ›im Tal‹ agieren.

im Anschluss: Kaffee und Kuchen


im Depositum | 17.30 - 19.15

spuren orten. Anna Huber und Martin Schütz

"Durch die Umkehrung und Umwendung gängiger Wege und Muster, durch die Neu- und Umfunktionalisierung von Alltagsräumen verweist der Tanz von Anna Huber auf ein Potential von architektonischen Räumen, das ich als ihr choreographisches Potential verstehe. Tanz, der jenes Potential zum Motor seiner Bewegung werden lässt, vermag zu einer Sensibilisierung der Sinne beizutragen: jener kinetischen Sinne, durch die ein Raum als Möglichkeitsraum von Bewegung wahrnehmbar wird." (Isa Wortelkamp)
Anna Huber arbeitete nach ihrer Tanzausbildung in Zürich mit verschiedenen Choreografen. Seit 1989 lebt sie in Berlin, wo seit 1995 zahlreiche Soli, Duos und Gruppenstücke entstehen, mit denen sie international tourt. Seit 2007 ist sie Artist in Residence an der Dampfzentrale Bern. 1998 erklären sie die Kritiker zur bemerkenswertesten Nachwuchschoreograf in. 2001 erhält sie den ›Ellys-Gregor-Förderpreis‹ der Mary-Wigman-Gesellschaft, Köln. 2002 folgt der ›Hans-Reinhart-Ring‹, die höchste Theaterauszeichnung der Schweiz und 2010 der Schweizer Tanz- und Choreografiepreis.
Martin Schütz (*1954) wandte sich nach einer Ausbildung zum klassischen Cellisten dem Jazz und der Improvisation zu. Ab Mitte der 1980er Jahre begann er sich für elektrisch verstärkte Musik und für die elektronische Veränderung des Cello-Klangs zu interessieren. Das führte zum Bau des ›electric 5-string-cello›, das sein Hauptinstrument wurde. Schütz ist ausserdem Komponist und Live-Musiker in zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen. Mit Anna Huber arbeitet er seit über 10 Jahren zusammen.

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Der Abend

im ›Haus für die Kunst‹ | 19.30 - 20.30

Raum.inhalt (3) | und/and
Miroslaw Balka, Ulrike Almut Sandig, Erwin Wortelkamp


›und/and‹ bildet den Abschluss der von Tilo Schulz und Jörg van den Berg kuratierten Ausstellungstrilogie ›Raum.inhalt‹. Alle drei Ausstellungen wurden speziell für das ›Haus für die Kunst‹ entwickelt. Nach der extrem verdichteten Gruppenausstellung ›The Big Exploration‹, die sich mit Fragen des architektonischen Raums befasste, und der Ausstellungsaufführung ›noli me tangere‹, in der der Körperraum thematisiert wurde, konzentriert sich ›Raum.inhalt(3) – und/and‹ nun auf den Dialog zwischen zwei Skulpturen. Die mehrteilige Arbeit ›277 x 21 x 11, 277 x 21 x 11, Ø 17 x 26 + 23 x 16 x 19‹, 1991 von Miroslaw Balka trifft auf eine ›Angelehnte‹ von Erwin Wortelkamp. Den Dialog zwischen diesen beiden Arbeiten ,moderiert' ein Text der Leipziger Literatin Ulrike Almut Sandig. Das Thema von ›und/and‹ ist der Zwischenraum, das Dazwischen. Beide Skulpturen definieren in je unterschiedlicher Weise den architektonischen Raum, indem sie Boden und Wand brauchen. Beide Skulpturen operieren über eine starke Präsenz im Raum und thematisieren doch eine Abwesenheit. Beide nehmen unmittelbar Bezug zum menschlichen Körper, ohne figurativ zu werden. Dabei entwickeln sowohl Balka wie auch Wortelkamp ihre skulpturalen Setzungen in unmittelbarer Ableitung aus den horizontalen und vertikalen Dimensionen des menschlichen Körpers, der als Erinnerung präsent bleibt. Auch der Text von Ulrike Almut Sandig fußt auf Erinnerungen, öffnet zugleich aber Imaginationsräume ganz eigener Klangfarbe. In die Zwischenräume von Text und Skulpturen tritt der Besucher und die Ausstellung beginnt.
›und/and‹ ist nur nach Vereinbarung (Tel +49 2686.604) bis zum 21. August 2011 zu sehen.

Einführung
Tilo Schulz / Jörg van den Berg


im Zelt | 20.30 - ...


Das Fest zum Jubiläum

Musik
trionova (Jupp Götz, Drazan Zalac, Volker Kamp) | Gast: Herbert Götz
Welthits – ganz nah, ganz ehrlich, ganz anders

Wild, Wein und mehr
P. Service Schuhmacher, Leuzbach mit Wildspezialitäten aus der Wildkammer von Schloss Schönstein.Weine: Weingut Knipser, Laumersheim/Pfalz und Weingut Georg Naegele, Hambach/Weinstraße.

Speisen und Getränke auf eigene Kosten.

im Tal | +/- 21.00 Uhr (Sonnenuntergang)
Michael Deiml: Sonne – Licht – Mensch 1984/89


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Kostenbeitrag. Nachmittag 15 Euro inkl. Kaffee und Kuchen

Anmeldung. Die Teilnehmerzahl ist im Jubiläumsjahr auf 200 begrenzt.
Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 10. Juni 2011:
Tel +49 2686.604, Fax +49 2686.8139, E-Mail: post@im-tal.de

Förderer. Die ›im Tal - Stiftung Wortelkamp‹ und der Kunstverein Hasselbach e.V. bedanken sich für die Unterstützung beim Land Rheinland-Pfalz, bei der Westerwald Bank e.G., der Kreissparkasse Altenkirchen, der Verbandsgemeinde und dem Kreis Altenkirchen, der Unternehmensgruppe Columbus, Ravensburg sowie dem Förderverein ›im Tal‹.

Übernachtungsmöglichkeit.
Pension Walterschen in Weyerbusch (Entfernung 1,5 km) · Tel +49 2686.1771
Hotel Sonnenhof in Weyerbusch (Entfernung 1,5 km) · Tel +49 2686.98800
Romantik-Hotel Alte Vogtei in Hamm (Entfernung 20 km) · Tel +49 2682.259

Wegbeschreibung (aus Richtung Köln/Bonn). A3 bis Autobahnkreuz Bonn/Siegburg ·A560, Richtung Hennef · Autobahnende, B8, Richtung Altenkirchen · nach 20 km: Hasselbach · in der Talsenke links, Richtung Werkhausen · nach 150 m ?im Tal? / Haus für die Kunst
Wegbeschreibung (aus Richtung Frankfurt). A3 bis Ausfahrt Neuwied · Richtung Flammersfeld · dann Richtung Weyerbusch · in Weyerbusch auf die B8, Richtung Köln · nach 2,5 km: Hasselbach · in der Talsenke rechts, Richtung Werkhausen · nach 150 m ?im Tal? / Haus für die Kunst

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Anna Huber und Martin Schütz
spuren orten
Tanzperformance

Raum.inhalt (3)
und/and