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bild Erwin Wortelkamp, Kopf für Friedrich Wilhelm Raiffeisen, 1983, Holz

 

Samstag, 26. Mai 2018

›Gastmahl der 60‹

11:00 vor dem Raiffeisen-Haus

Raiffeisen-Begegnungszentrum, Raiffeisenstraße 2, Weyerbusch

Begrüßung
Dietmar Winhold, Ortsbürgermeister, Weyerbusch

Einführung
Klaus Thiesbonenkamp, Raiffeisenmuseum, Hamm/Sieg
Zu den Wirkungsstätten Friedrich Wilhelm Raiffeisens

zur Skulptur
Erwin Wortelkamp
KOPF FÜR FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN


Umtrunk & Suppe
Dazu laden die Gemeinde Weyerbusch und die »Alte Vogtei« Hamm/Sieg ein

 

19:30 im Depositum, Weyerbusch

›Gastmahl der 60‹ 2018
WIEDERKEHR UND ZUKUNFT DER ALLMENDE
1 Thema, 3 Gänge, 3 Referate, 60 Gäste

Ein Abend mit

Johanna Debik, Leiterin Programm Initialkapital für eine chancen­gerechte Stadtteilentwicklung der Montag Stiftung »Urbane Räume«

Jasper Holler, Mitarbeiter der Bioboden Genossenschaft eG

Filmbeitrag von und mit Van Bo Le Mentzel, Erfinder der Hartz IV-Möbel und der 100 €-Wohnung

 

Der Kostenbeitrag für die Abendveranstaltung (Gastmahl und Gastgespräch) beträgt pro Person 45 Euro, für Mitglieder des Fördervereins 30 Euro. Die Zahl der Gäste ist auf 60 beschränkt!

Anmeldung bis 15. Mai 2018 unter T +49 2686 604 oder an post@im-tal.de
Die Anmeldung ist verbindlich, nach Eingang des Kostenbeitrags.
Bankverbindung. im Tal – Stiftung Wortelkamp
IBAN: DE14 5735 1030 0150 1849 27

 

EINLADUNG (PDF Download)

 

Wiederkehr und Zukunft der Allmende

Wir feiern in diesem Jahr den 200. Geburtstag des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Keine 2 km von der Skulpturenlandschaft ›im Tal‹ entfernt gründete er die erste Genossenschaft mit der er das Leben und Arbeiten der Landwirte und Bürger im Westerwald nachhaltig verbesserte. Dieses Anliegen ist auch heute, in Zeiten der Bodenspekulationen und des Verlustes von Infra­struktur im ländlichen Raum, eine aktuelle Herausforderung. Raiffeisen wurde weltweit für viele Menschen Vor-Bild und Orientierung zugleich, seine Gedanken verloren nie an Aktualität und erlangten in den letzten Jahren eine Renaissance. Allein in Deutschland sind 19,77 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert. Ging es zu Zeiten von Raiffeisen um Hungersnot und Viehwucher, geht es heute um Selbstbestimmung und Mietwucher. Gleichgeblieben sind die Prinzipien der Solidarität und der Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Gastmahl am 26. Mai 2018 nimmt die Wiederkehr des 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum Anlass, mithilfe von drei Projektpräsentationen folgende Fragestellungen zu erörtern: Welchen Verein würde Raiffeisen heute gründen? Welche Relevanz hat die Genossenschaft im 21. Jahrhundert? Welche modernen Solidargemeinschaften braucht es heute und warum?

 

Erwin Wortelkamp

KOPF FÜR FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN

Der Kopf für Friedrich Wilhelm Raiffeisen ist eine Referenz an den gesellschaftspolitisch denkenden und handelnden Reformer. Er ist Teil der Werkgruppe »Köpfe«, die zu Beginn der 80er Jahre entstand. Sie sind alle aus Holz und waren meist bemalt. Die Farben trieben mit den immer aus einem Block erarbeiteten Formen ihr eigenes Spiel, indem sie die Formen unterstreichen oder ihnen zuwider handeln.

Die 1983 aus verleimtem Holz skulpierte Arbeit ist kein Portrait, also fern von dem Versuch, Individuelles zu erfassen. Sie ist nicht gesockelt, wir teilen mit ihr die gleiche Standfläche.
Ihre große Außenform wirkt, als sei sie aus einer Kugel gearbeitet, zum Stehen gekommen, birgt sie doch ihre suchende Beweglichkeit. Durch das Skulpieren der Oberfläche von der vollkommenen Form einer Kugel entfernt, entstehen Binnenformen, deren Verläufen wir mit unseren Augen folgen können: einem Auf und Ab, einem Hin und Her, wie einem Miteinander und Gegeneinander. Wir haben Einblick in den Werkprozess des Künstlers und den steten Wechsel seiner Für- und Wider-Entscheidungen, bei der Suche nach einer Einheit von Inhalt und Form.

»Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.«
Francis Picabia

 

Sonntag, 27. Mai 2018

10:00 im Tal, Hasselbach

Talgang mit Frank Bölter & Kim Wortelkamp
ZUGÄNGE

 

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Nachruf für Heinrich Brummack,
verstorben am 21. Februar 2018

Heinrich Brummack gehörte zu den acht Künstlern und einer Landschaftsarchitektin, die 1986 in Hasselbach zusammenkamen, um sich der Idee anzunähern, Skulpturen in die offene, zum Teil landwirtschaftlich genutzte Natur zu integrieren.

Fast drei Jahre benötigten wir für die Realisation seiner skulpturalen Vorstellungen. Das lag einmal an den topografischen Gegebenheiten des damals noch sehr sumpfigen Geländes, wie aber auch an seinem Wunsch, möglichst unterschiedliche Steine „aus aller Herren Länder“, zu verwenden. Es entstand ein Ort, „sein Ort der Harmonie“.

Sehr bald wurde erkennbar, welche ungewöhnliche Kraft die völlig unorthodoxe Verwendung der diversen Materialien freisetzt. In der besonderen Kooperation mit der Landschaftsarchitektin Carola Schnug-Börgerding entstand ein Platz in der Grundform einer Ellipse. der mit seinem großen Tisch und den Sitzgelegenheiten zum Verweilen einlädt und vielleicht an Brancusis „Tisch des Schweigens“ erinnert. Diese Arbeit im Tal ist ein weiteres Beispiel für sein Gesamtwerk, das nicht nur historische Bezüge herzustellen weiß, sondern durch seine bildhauerische Handschrift humorig wie aber auch voll böser Ironie ist.
Er fand stets zu seiner ihm eigenen Poesie.

Wir, besonders auch unser Sohn Kim, der als junger, tatkräftiger Helfer mitwirkte, hatten am Entstehungsprozess unsere Freude. Besonders gefiel uns, wenn Heinrich vor seiner Rückfahrt nach Köln still und in sich gekehrt von den Wiesen Blühendes pflückte, für ................

Das war dann wie ein Gegenbild zu seinem ersten Besuch, als er im Anblick des Geländes, seiner ersten Idee Ausdruck gebend, bei sich wiederholenden Luftsprüngen „so hoch wie laut“ ausrief „Ein Tempel für Kühe!“

Ulla und Erwin Wortelkamp
Stiftung ›im Tal‹
Im April 2018

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